Der Leopold Stocker Verlag heute

Seit 1995 führt Mag. Wolfgang Dvorak-Stocker in dritter Generation den Familienbetrieb, der mehr als 100 Mitarbeiter – darunter über 80 am Standort Graz – beschäftigt.

Im Jahr 2005 wurden die landwirtschaftlichen Fachzeitschriften in der Landwirt Agrarmedien GmbH zusammengefasst, deren Produkte in Deutschland über Niederlassungen in Kempten (Bayern) und Verl (Nordrhein-Westfalen) von der Landmedien Deutschland GmbH vertrieben werden.

Der LANDWIRT selbst ist nicht nur in Österreich, sondern mit über 50.000 Abonnenten auch im süddeutschen Raum die führende agrarische Fachzeitschrift. Besonderen Zielgruppen widmen sich die anderen Magazine, etwa Bienen aktuell, das mit mehr als 25.000 Abonnenten zugleich das Mitteilungsblatt des Österreichischen und des Südtiroler Imkerbundes ist, das Fachblatt Schafe & Ziegen aktuell oder die Zeitschrift Landwirt Bio plus, die als einzige verbandsunabhängige Zeitschrift für alle Biobauern (und solche, die es werden wollen) in Deutschland und Österreich bereits ein Jahr nach dem Start in einer Auflage von mehr als 10.000 Exemplaren verbreitet wird. Auch in Kiew (Ukraine) wurde eine Niederlassung gegründet, die das Schwesterblatt Agro Expert herausbringt.

 

Doch die Kernkompetenz von Verlagen ist nicht der Handel mit bedrucktem Papier, sondern die Aufbereitung und Bereitstellung von Informationen. Online-Angebote im Internet werden immer wichtiger. Landwirt.com ist eines der erfolgreichsten Agrarportale Europas und bietet nicht nur redaktionelle Inhalte, sondern auch Kleinanzeigen, einen Gebrauchtmaschinenmarkt und eine Partnervermittlung. Mehr als 110 Millionen Seiten werden pro Monat aufgerufen! Damit belegt Landwirt.com bei den offiziellen Zahlen der österreichischen Webanalyse regelmäßig einen der vordersten Plätze des Reichweiten-Rankings in Österreich. Besonders erfolgreich hat sich auch die erste LANDWIRT-APP entwickelt, bei der die Nutzer Informationen über in ihrer Region angebotene Gebrauchtmaschinen und andere landwirtschaftliche Produkte bis hin zu Tieren, wie Pferde und Hunde, erhalten. Mehr als 150.000 User haben diese App in allen deutschsprachigen Gebieten schon im ersten Jahr heruntergeladen! Aufgrund dieses außergewöhnlichen Erfolges wurde der „Landwirt“ daher als einziges österreichisches Unternehmen im April 2016 in München mit dem in der Internetbranche begehrten Criteo Award ausgezeichnet.

 

 

Der „Criteo Award“ wird jährlich in sieben Kategorien für die erfolgreichsten Kampagnen, Technologieanbieter und Start-Ups im Internet vergeben.
Der „landwirt.com“ war im April 2016 der einzige österreichische Preisträger in München.

Thomas Mühlbacher hat als verantwortlicher Leiter von „landwirt.com“ überrascht den Criteo Award in München entgegengenommen.

 

Auch auf Facebook (mit mehr als 150.000 Likes) und anderen sozialen Netzwerken ist Landwirt.com mittlerweile aktiv, auf YouTube wurden über 700 Videos online gestellt. Der Landwirt-Videokanal hat mehr als 110.000 Abonnenten, die meisten Videos erreichen 6- und 7-stellige Aufrufszahlen.

Im LEOPOLD STOCKER VERLAG erscheinen heute mehr als 60 neue Bücher pro Jahr, vor allem Ratgeber zu den Themen Kochen, Garten und Gesundheit, Handarbeit und Heimwerken, Natur und Jagd sowie Austriaca und landwirtschaftliche Fach- und Schulbücher.

Wer sich durch die „Verlagsgeschichte in Bildern“ klickt, wird feststellen, dass es früher im Leopold Stocker Verlag Programmsparten wie das Kinderbuch, die Belletristik sowie Reise- und Kunstbücher gab, die heute nicht mehr gepflegt werden. Größere Bedeutung hat hingegen der Kochbuch- und Hobbybereich gewonnen.


Praxisbuch

So erscheinen im Leopold Stocker Verlag nicht nur klassische Kochbücher, sondern viele „Praxisbücher“ über Tätigkeiten, die früher unter dem Stichwort „Hauswirtschaft“ zusammengefasst wurden. Dazu zählen Themen wie Brotbacken, Käsen und Räuchern, Schnapsbrennen und sogar Bierbrauen oder die Bewirtschaftung eines kleinen Nutzgartens: Alles Dinge, die bäuerliche und ländliche Haushalte einst selbst verrichteten. In unserer Zeit sind diese Kenntnisse wieder stärker gefragt, weniger aus Gründen der Sparsamkeit als viel mehr aus solchen der Gesundheit und des Lebensstils. Wer auf industrielle Produkte, chemische Zusatzstoffe und andere fragwürdige Errungenschaften der Moderne verzichten will, wird versuchen, einen möglichst großen Teil seiner Lebensmittel selbst herzustellen. Daher umfasst das Ratgeberprogramm des Leopold Stocker Verlages auch Bücher über hausgemachte Bonbons und selbst gefertigtes Knabbergebäck.

Bei der Gestaltung des Praxisbuchprogramms ist uns die Kompetenz unserer Autoren und die effektive Anwendbarkeit ihrer Rezepte und Anleitungen ein großes Anliegen, denn: Auf den Inhalt kommt es an! Wir versuchen daher stets „Überzeugungstäter“ als Autoren zu gewinnen, die über ein Thema nicht nur schreiben, sondern es auch selbst leben. Ein herausragendes Beispiel dieser Programmschiene ist etwa „Der Pischl“, das Grundlagenwerk über das Schnapsbrennen, mit mittlerweile mehr als 182.000 verkauften Exemplaren. Andere Bücher waren die ersten, die ein bestimmtes Thema einer breiteren Öffentlichkeit erschlossen und haben daher eine ganze Reihe von ähnlichen „Nachfolgebüchern“ nach sich gezogen: Zu diesen „Originalen“ zählen u. a. Gaigg, Ansatzschnäpse und Hlatky, Bierbrauen mit jeweils mehr als 70.000 verkauften Exemplaren.

Auch dem Bereich Nutzgarten widmet der Stocker Verlag eine breite Palette von Büchern, darunter die aus dem Französischen übersetzte Serie „Bio-Garten Praxis“.

Die Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten wurde mit dem „Deutschen Gartenbuchpreis“ als bester Ratgeber des Jahres 2016 ausgezeichnet! 


Kochbuch

Zahlreiche Auszeichnungen haben auch die klassischen Kochbücher des Leopold Stocker Verlages erhalten, u. a. von der „Gastronomischen Akademie Deutschlands“ und durch den „World Cookbook Award“.

Ein Schwerpunkt dieses Buchprogramms liegt auf Osteuropa, so erschienen u. a. Bücher zur Russischen, Ukrainischen, Serbischen und Georgischen Küche.

Verleihung des „Goldenen Buches“ durch den Hauptverband des österreichischen Buchhandels für den Erfolgstitel „Das 1-Euro-Kochbuch“. (Autorin Elisabeth Degenhart, Geschäftsführerin Inge Kralupper vom Hauptverband des österreichischen Buchhandels, Kochen & Küche Chefredakteurin Irmtraud Weishaupt und Verleger Wolfgang Dvorak-Stocker v. l. n. r.)

Das umfassende Werk „Genussland Österreich“. Was Küche und Keller zu bieten hat“ von Wolfgang Sievers wurde anlässlich der Londoner Buchmesse vom World Cookbook Award als eines der drei weltbesten Kochbücher des Jahres 2007 ausgezeichnet. (Rechts im Bild Autor Wolfgang Sievers)


Handarbeiten und Heimwerken

Schon seit seiner Gründung hat sich der Leopold Stocker Verlag der alpenländischen Volkskultur angenommen, etwa mit der heute noch lieferbaren Reihe „Alte Volkskunst“. Mittlerweile nehmen Bücher zu Themen wie Nähen, Häkeln, Stricken und Sticken, aber auch zu Schnitzen und Holzarbeiten sowie zur Herstellung gesunder Produkte der Naturkosmetik einen immer größeren Raum im Verlagsprogramm ein. In diesem Segment werden auch zahlreiche Bücher aus verschiedensten Fremdsprachen übersetzt.


Landwirtschaft, Natur und Jagd

Von der breiteren Öffentlichkeit weniger beachtet ist das umfangreiche landwirtschaftliche Fachbuchprogramm mit hohem inhaltlichen Anspruch, wozu auch Bücher über Waldwirtschaft, Fischzucht und Imkerei zählen. Darüber hinaus versucht der Leopold Stocker Verlag mit Büchern zu wichtigen Themen der Ökologie, des Natur- und Artenschutzes ein breites Leserpublikum zu erreichen. Titel wie „Zukunft ohne Öl“, „Bär, Luchs, Wolf. Verfolgt – Ausgerottet – Zurückgekehrt“ oder „Der Energie-Rebell“ von Wolfgang Löser stehen für dieses Programmsegment. Auch Landwirtschaftsminister und Vizekanzler Josef Riegler (ÖVP) veröffentlichte in seiner aktiven Zeit vier grundlegende Werke zur ökosozialen Politik im Leopold Stocker Verlag.

Am erfolgreichsten wurden die Bücher des „Agrar-Rebells“ Sepp Holzer, dessen Autobiographie sich mehr als 141.000 Mal verkaufte, gefolgt von seinem Fachbuch „Sepp Holzers Permakultur“ mit über 80.000 verkauften Exemplaren.

Stocker-Autoren im Gespräch: Sepp Holzer, der „Agrar-Rebell“, mit Vizekanzler Josef Riegler (ÖVP) 

Der Generaldirektor des Naturhistorischen Museums Bernhard Lötsch und Sepp Holzer

Von rechts nach links: Dr. Helmut Zilk (SPÖ), Altbürgermeister der Stadt Wien; Veronika Holzer und Univ.-Prof. Dr. Bernhard Lötsch, Generaldirektor des Naturhistorischen Museums, bei der Buchpräsentation von „Sepp Holzers Permakultur“

 

Auch die Jagd gehört zu unserer Kulturlandschaft. Ohne Bestandsregulierung hätten die meisten heimischen Wildarten keinen Platz im dichtbesiedelten Mitteleuropa. Nicht zuletzt liefert die Jagd, richtig ausgeübt, Fleisch von Tieren, die gesund und artgerecht leben konnten und ein schnelles und schmerzfreies Ende fanden. Aus diesem Grund zählen auch Jagderzählungen und Jagdsachbücher zum Programm des Leopold Stocker Verlages.

Einer der erfolgreichsten Jagdbuchautoren ist Philipp Graf Meran, der ehemalige Leiter des Jagdmuseums im Schloss Eggenberg/Graz und CIC-Preisträger des Jahres 2003.

Zu den Erfolgsautoren der jüngeren Generation gehört Gerd H. Meyden, der bereits fünf Bücher im Leopold Stocker Verlag herausgebracht hat, die dank hymnischer Besprechung im Internet und der Mundpropaganda begeisterter Leser rasch mehrere Auflagen erfuhren.


Österreich

Bücher über die landschaftlichen und kulturellen Schönheiten Österreichs haben seit den 1950er Jahren einen fixen Platz im Verlagsprogramm, auch der im Laufe der Jahre kleiner gewordene Bereich von Wanderführern gehört hierher.

Eine Klasse für sich ist das dreibändige Opus Magnum des bekannten Fotografen Wolf-Dietmar Unterweger Die Bauern. Darin wird die tausendjährige Bauernkultur Deutschlands, Österreichs und der Schweiz in einzigartigen Bildern dokumentiert und das Leben, die Wirtschaftsweise und die ökologischen Zusammenhänge der traditionellen mitteleuropäischen Landwirtschaft am Beispiel von Bauern gezeigt, die noch heute mit Zugtieren pflügen und die Ernte einbringen. Diese einzigartigen Menschen und ihre Arbeit im Jahreskreis stehen ebenso im Fokus der großformatigen Bildbände wie das Tierleben auf dem Hof, die bäuerliche Wohnkultur, die Bauernhäuser, Bauerngärten, Streuobstwiesen, Feldraine, Hecken und die ganze bäuerliche Kulturlandschaft.



Verlag F. Sammler

Im Jahr 2000 wurde der Verlag F. Sammler übernommen, in dem noch ein kleines literarisches Programm gepflegt wird, vor allem mit steirischen Mundartdichtern. Auch das dichterische Werk von Hans Kloepfer wird hier betreut. Der zweite Schwerpunkt des Sammler Verlages ist ein Sachbuchprogramm, in dem u. a. die aufsehenerregenden Werke Tore zur Unterwelt und Versiegelte Unterwelt von Heinrich und Ingrid Kusch über das Geheimnis der jahrtausendealten Gänge im Osten Österreichs erschienen.


Ares Verlag

Im Jahre 2004 wurde dem politisch-historischen Programm im Ares Verlag eine eigene Plattform geschaffen. International bekannte Wissenschafter, wie der israelische Militärhistoriker Martin van Creveld publizieren hier ebenso wie der frühere zweite Bürgermeister der Hansestadt Hamburg Ingo von Münch (FDP), der Senior Human Rights Officer bei den Vereinten Nationen Prof. Alfred M. de Zayas oder der ehemalige außenpolitische Gorbatschow-Berater Wjatscheslaw Daschitschew.

Der Name des griechischen Kriegsgottes Ares wurde gewählt, weil militärgeschichtliche Bücher einen wesentlichen Bestandteil des Verlagsprogrammes bilden.

Das Verlagsgebäude in Graz

Das Verlagslogo im Laufe der Zeit