Politik und Zeitgeschichte

Politische Bücher nahmen vor dem Zweiten Weltkrieg nur einen geringen Teil im Verlagsprogramm ein. Auch der steirische Pazifist und Reformkatholik, der Priester und Universitätsprofessor Dr. Ude publizierte hier

Bundespräsident a. d. Dr. Michael Hainisch zählte in den 1930er Jahren zu den Stammautoren des Leopold Stocker Verlages

Vor dem Jahr 1945 erschienen nur wenige historische Bücher im Leopold Stocker Verlag


0Nach dem Zweiten Weltkrieg befassten sich viele Bücher mit dem Schicksal der Kriegsgeneration       Schon 1951 fanden sich
– Divisionsgeschichten, Erinnerungen bedeutender Zeitzeugen, aber auch einfacher Soldaten               Autoren aus allen großen
wurden herausgebracht. Die Öffnung russischer Archive nach 1991 erlaubte erstmals eine                    am Krieg beteiligten
direkte Erforschung der Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion                       Nationen zu einem um
                                                                                                                                                                                      Versöhnung bemühten
                                                                                                                                                                                      Buch zusammen


Das politische Sachbuch-Programm widmete sich nach dem Zweiten Weltkrieg den Zukunftsfragen Österreichs und – wie hier von Bestsellerautor Anton Zischka – der Welt

     Schon in den 1950er
     Jahren stand das
     historische Quellenwerk
     „Adolf Hitler, mein
     Jugendfreund“ auf der
     Spiegel-Bestsellerliste.
     Seither wurde es in
     mehr als ein Dutzend
     Fremdsprachen, darunter
     sogar ins Koreanische,
     übersetzt

Der Geschichte und der gegenwärtigen Lage Südtirols haben sich seit den 1950er Jahren regelmäßig Bücher des Leopold Stocker Verlages gewidmet


Zeitkritisch setzte sich das Verlagsprogramm mit den Folgen der 1968er Bewegung auseinander. Der große österreichische Konservative Erik von Kuehnelt-Leddihn brachte seine letzten drei Werke bei Stocker heraus.

Das Schicksal der volksdeutschen Heimatvertriebenen wurde im Leopold Stocker Verlag immer wieder zum Thema gemacht – unter anderem von Pater Emmanuel Reichberger, der wegen des Nationalsozialismus in die USA emigriert war und nach dem Krieg zum „Vater der Heimatvertriebenen“ wurde.

 

 

Seit 2004 wird das politische und zeitgeschichtliche Programm im Ares Verlag weitergeführt