Gärtnern mit dem Mond

Vorwort

2017 ist für uns das Jahr der runden Zahlen, verzeichnen wir doch bereits die 20. deutsche und 40. französische Auflage dieses Mondkalenders! Alle Daten wurden wieder aktualisiert und zusätzliche Informationen und Tabellen eingebracht. Ein neues Kapitel geht im Detail auf die natürliche Vorbeugung und Behandlung von Pflanzen gegen Krankheiten und Insektenbefall ein. Neue Tabellen zeigen auf, wann man am besten mäht, damit Gras langsamer nachwächst, und wann die besten Momente für planbare Operationen sind. Ein wichtiger Punkt, auf den gleich an dieser Stelle hingewiesen werden soll: Dieser Mondkalender basiert auf astronomischen Daten (Sternbildern) und nicht wie manch andere auf den durch die Präzession verschobenen und nicht mehr adäquaten astrologischen Sternzeichen. Wir sind seit mehreren Jahrzehnten Biogärtner und überprüfen alle Angaben in Vergleichstests (s. u.) direkt im Garten, um auch hier wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Unsere charakteristischen Monatskurven stellen nach wie vor den Hauptteil des Kalenders dar. So können Sie weiterhin alle essenziellen Monddaten eines Tages auf einen Blick erfassen. Um nicht nur dem französischen Original, sondern auch den fremdsprachigen Ausgaben gerecht zu werden, wurde auch die Webseite des Mondkalenders übersetzt:

www.calendrier-lunaire.fr/de

Hier finden Sie Informationen und Bilder, für die in der gedruckten Version oft der Platz fehlt. Auf der Webseite können Sie z. B. Presseartikel zum „Mond im Gartenjahr“ nachlesen oder Monatskurven der Vorjahre aus dem Archiv herunterladen. Besonders interessant ist sicherlich auch die Rubrik „Vergleichsversuche“ mit Bildern, die anhand der Erntemenge veranschaulichen, wie stark sich der Einfluss des Mondes auf die Gemüseproduktion häufig auswirkt und wie wenige Stunden Zeitverschiebung Ihnen bei der Aussaat reicheren Gärtnersegen bescheren können. Probieren Sie es doch selbst aus, zwei Reihen Erbsen mit etwas Zeitunterschied zu säen. Die eine bei positivem, die andere bei negativem Einfluss, wie z. B. bei Mondknoten oder Perigäum. Bei der Ernte wird es keinen Zweifel mehr am tatsächlichen Einfluss des Mondes geben. Der Unterschied ist erstaunlich!

 

Zur Zeichenerklärung (v. Bild links)

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 GÄRTNERN MIT DEM MOND

 

AUSSAAT: Unsere vergleichenden Versuche haben gezeigt, dass die Aussaat vor allem von den Sternbildern, Planetenaspekten und Mondphasen beeinflusst wird, während der auf- und  absteigende Mond hier eher sekundär ist, jedoch bei der Aussaat von Pflanzen zu berücksichtigen ist, die – wie z. B. Salat – leicht austreiben. Salat wird daher möglichst bei abnehmendem und absteigendem Mond vor einem Sternbild des Wassers (Blättertag) gesät. Wir sollten also immer das Sternbild wählen, das dem gewünschten Ziel (Frucht, Wurzel, Blüte oder Blatt) entspricht und in der untersten Zeile der Monatskurven mit vielen Sternen versehen ist. Am besten sät man morgens.

 

BODENBEARBEITUNG: Boden sollte an den dem jeweiligen Gemüse entsprechenden Tagen bearbeitet werden. Ein unbekanntes oder ungünstiges Aussaatdatum kann dadurch wieder ausgeglichen werden.

Bei feuchtem Wetter: den Boden am Morgen der mit a, c, d, i, k, l, m, q, r, t gekennzeichneten Phasen bearbeiten.

Bei trockenem Wetter: den Boden am Abend der mit b, e, f, j, n, o, s, u, v, w gekennzeichneten Phasen bearbeiten.

 

GIESSEN: Um allzu oberflächliche Verwurzelung zu verhindern, gießt man seltener, aber dafür ausgiebiger. Der absteigende Mond eignet sich dafür ganz besonders gut. Am besten gießt man bei Mond im Sternbild der Jungfrau, Zwillinge oder Waage. Mondknoten und die Überlagerung von Sternbild und Sternzeichen des Löwen (q) sollten gemieden werden.

 

MULCHDECKE: Eine Mulchdecke schützt den Boden vor Austrocknung und Unkraut und düngt  zugleich. Dazu kann Stroh, zerkleinertes Gestrüpp (eine Schicht von 2–3 cm) oder gemähtes Gras dienen, wenn dieses trocken und nicht zu dick verteilt wird. Die Decke wird am besten bei zunehmendem Mond vor Sternzeichen der Erde oder der Luft verteilt.  Aufsteigender Mond fördert die Durchlüftung, absteigender die Kompostierung des Streumaterials.

 

IM GEMÜSEGARTEN

Jedesmal, wenn wir die Erde bearbeiten, beeinflusst das die bereits von der Pflanze erhaltenen „Informationen”, weshalb wir besonders darauf achten sollten, ob wir dadurch eher die Blätter, Wurzeln, Blüten oder die Früchte einer Pflanze begünstigen wollen.

 

DER ZEITPUNKT DER AUSSAAT ist für das Endresultat von besonderer Bedeutung. Kann er wie z. B. bei gekauften Pflanzen nicht bestimmt werden, so können jene durch Arbeiten wie Auspflanzung oder Bodenarbeit zum richtigen Zeitpunkt noch positiv beeinflusst werden.

 

PFLANZEN: Wir pflanzen bei absteigendem Mond, wenn möglich nachmittags und vor dem  entsprechenden Sternbild (Frucht, Wurzel, Blüte oder Blatt).

 

SALAT: Bis in den Juli sollte Salat bei abnehmendem Mond an einem Blättertag gesät werden, um das Schießen zu vermeiden. Im Herbst fällt die Energie ganz allgemein. Um diese Tendenz auszugleichen,  kann Salat hier auch bei zunehmendem Mond, aber immer noch an „Blättertagen”, gesät werden.  

 

ERDBEEREN: werden eigentlich am besten bei Überlagerung von Sternbild und Sternzeichen des Löwen ( ( q) ) gepflanzt. Da diese Phasen im Sommer 2017 Mondknoten entsprechen, wird besser in (r) gepflanzt.

 

KARTOFFELN: Kartoffeln sollten an einem vom Perigäum möglichst weit entfernten „Wurzeltag” gepflanzt werden. Um Saatkartoffeln zu erhalten, sollten sie gepflanzt werden, wenn der Mond im Sternbild des Stiers steht. Um das Angrünen der Kartoffeln zu vermeiden, werden die Pflanzen am besten bei abnehmendem Mond an einem Wurzeltag und, wenn möglich, bei sinkender Flut angehäufelt. Kartoffeln werden am besten bei absteigendem und abnehmendem Mond vor dem Sternbild der Jungfrau entkeimt.

SAATGUT:  Samen werden am besten bei trockenem Wetter bei zunehmendem Mond von gesunden Pflanzen gesammelt, die einen normalen Vegetationszyklus hinter sich haben (also z. B. nicht von frühzeitig geschossenen Salaten). Neumond, Vollmond, Mondknoten sowie die Planetenaspekte -sollten dabei vermieden werden, während die Aspekte von Vorteil sind.

·         An einem Fruchttag ernten und mindestens einen Tag warten.

·         Samen am 25. Juli geernteter Tomaten werden also erst ab dem 26.

·         Juli getrocknet.

·         Samen an einem Wurzeltag ernten.

·         Samen ernten, wenn der Mond vor dem Sternbild des Zwillings oder

·         der Waage steht.

·         Samen ernten, wenn der Mond vor einem Sternzeichen der Luft

·         oder Erde steht.

 

Das Ziel der Pflanzenkultur sollte nicht aus den Augen verloren werden. So wird Chicorée z. B. an  „Wurzeltagen” gesät und gepflegt, um zunächst das Wurzelwachstum zu begünstigen. Dann erst werden die Pflanzen bei absteigendem Mond und an einem „Blättertag“ ausgegraben, eingeschlagen und schließlich vorgetrieben, um schönen Chicorée zu erhalten.

 

Ernte

Hinsichtlich der Lagerfähigkeit von Obst und Gemüse nach der Ernte spielen mehrere Einflüsse eine Rolle. In der Regel sollte Wurzelgemüse bei absteigendem Mond, oberirdisches Gemüse bei  aufsteigendem Mond geerntet werden. Dabei sollten Perigäum, Mondknoten und Tage mit Gewittertendenz vermieden werden; bei leicht verderblichem Obst und Gemüse auch der Mond vor Sternzeichen und -bildern des Wassers (Krebs, Skorpion und Fische). Deshalb finden sich in der Erntekurve im Kalenderteil auch keine Sterne an diesen Tagen. Gelbe Sterne kennzeichnen günstige Tage für die Ernte von Wurzelgemüse, Tage mit grünen Sternen eignen sich besonders für die Ernte von oberirdischem Gemüse.

• Eine bei aufsteigendem Mond gepflückte Frucht ist saftiger und nahrhafter.

• Der aufsteigende Mond begünstigt aber auch den Reifungsprozess, was einer langen Lagerfähigkeit abträglich sein kann.

• Für optimale Lagerfähigkeit werden Obst und Gemüse daher bei absteigendem Mond geerntet, wodurch es auch später keimt.

• Leicht verderbliches Obst, wie z. B. Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche,

Pflaumen usw., sollte also besser bei absteigendem und zunehmendem Mond geerntet werden.

Sternzeichen und -bilder des Wassers sollten gemieden werden.

• Muss bei aufsteigendem Mond geerntet werden, so sollte dieser abnehmend sein. In jedem Fall

hält sich an folgenden Planetenaspekten geerntetes Obst und Gemüse am längsten.

• Wurzelgemüse sollte bei absteigendem und abnehmendem Mond geerntet werden. Nur

Knoblauch, Zwiebeln und Schalotten ziehen eine Ernte bei zunehmendem Mond vor.

• Bei zunehmendem Mond sollte besser bei sinkender Flut, bei abnehmendem Mond eher

bei steigender Flut geerntet werden. Ideal ist, wenn diese Phasen eine Ernte am Morgen zulassen, da der Morgentau einen positiven Einfluss auf das Erntegut hat.

 

 Michel Gros
Mit dem Mond durchs Gartenjahr 2017
Leben und Arbeiten in Harmonie mit Mond und Planeten
Leopold Stocker Verlag 2016, 21 x 15 cm, 112 S., brosch.

8,95 €

 

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Inhalt

DEN MOND VERSTEHEN

• Klar wie der Mond ...

• Zunehmender und abnehmender Mond

• Auf- und absteigender Mond

• Der Abstand Erde/Mond

• Mondknoten

• Planetenknoten

• Mond- und Sonnenfinsternis

• Sternbilder und Sternzeichen

• Der Mond in den Sternzeichen

• Der Mond vor den Sternbildern

• Überschneidung von Sternbildern und Sternzeichen

• Planetenaspekte

• Die Gezeiten

• Wetter, Tagesrhythmen, Eisheilige, Altweibersommer

• Die chinesischen Jahreszeiten

• Geobiologie

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